Wiesntagebuch 2012

16. Tag - 07.10.2012 Schluss – Aus –Ende – Finito: Die Wiesn ist rum!

Ja Wahnsinn…und schon sind wieder sechzehn Tage Münchner Oktoberfest vorbei. Unglaublich, wie schnell die Zeit wieder verging, eben war doch erst noch Anstich…wow!
Es war wieder eine absolut wunderbare Zeit mit wunderbaren Auftritten, vielen tollen Gästen und einer nicht zu übertreffenden Stimmung im Zelt! Es war auch wieder schön, die vielen bekannten Gesichter im Zelt zu treffen – letzten Endes sind wir ja im Grunde eine große Familie während dieser Zeit!

Und so schließt hiermit auch dieses Wiesntagebuch. Wir hoffen ihr hattet ein bisserl Spaß und habt Euch immer gut informiert gefühlt. Wir bedanken uns hiermit für das rege Interesse und bei unseren treuen begeisterten Tagebuch-Fans!
Wir zwei gehen jetzt erst mal eine oder zwei frische Massn trinken und verabschieden uns bis zur nächsten, sicherlich wieder wunderbaren Wiesn 2013 mit einem „servus und puhuuu!“

Euer Anderl und Mark

15. Tag - 06.10.2012 Von Gummilederhosen, grünen Gartenzwergen und Einweg-Dirndln!

Die Grenze zwischen Tradition und Fasching ist auf der Wiesn oft fließend. Lederhosen aus T-Shirt-Stoff, Dirndl mit aufgenähter Schürze – es ist schon interessant, wie sich manch ein Besucher kleidet. Rund um den Globus kennt man Bilder vom Münchner Oktoberfest: Fesche Madln im Dirndl und Burschen in Lederhosen, die sich gut gelaunt mit ihren Bierkrügen zuprosten. Ob Chinesen oder Australier, viele wollen einmal dabei sein beim größten Volksfest der Welt – und dazugehören. Das geht natürlich am besten im passenden Outfit...oder was sie dafür halten. Am Bahnhof etwa gibt es einteilige Dirndl mit integrierter Bluse und aufgenähter Schürze für 50 Euro, im Internet sogar für die Hälfte. Dass diese dann auch so aussehen, scheint dem weit hergereisten Wiesntouri eher einerlei...zumal die Kleidung oft nur für einen einzigen Tag gekauft wird.

Da kann ein waschechter Bayer nur den Kopf schütteln. „Schauderhaft“ findet z.B. Gerhard Kaminsky vom Münchner Trachtenverein „D’Kranzbergler“ solche (Ver-)Kleidung. „Das sind halt findige Geschäftsleute, die so einen Schmarrn verkaufen und damit die Touristen heiß machen“, sagt er. Eigentlich finde er es schön, wenn Leute Dirndl und Lederhose tragen. „Aber es schaut schlimm aus, wenn die Männer dann Turnschuhe dazu anziehen und die Frauen Espandrillos.“ Wolfgang Sedlmair vom Trachtenverein „Alpenrösl“ findet die Kleidung, die man auf der Wiesn sieht, oft grenzwertig, bleibt aber diplomatisch: „Die Geschmäcker sind halt verschieden.“ Solange das ganze nicht zum Klamauk ausarte, solle man „nicht zu streng sein“.

Der Bayer an sich ist eben generell ein liberaler Mensch, für ihn gibt es eh nur zwei Kategorien: 1. Bayern 2. Preissn (in dieser Reihenfolge).
Da an den Preissn keine allzu hohen Erwartungen gerichtet werden ("mei, die Preissn halt"), sieht der Bayer dem Umgang mit dieser Menschen-Spezies daher unaufgeregt entgegen und übt sich in Gelassenheit.
Der Begriff "Preiss" ist dabei regional eigentlich gar nicht begrenzt. Es ist für den Bayern unerheblich, ob der Tourist aus Castrop-Rauxel oder Saudi-Arabien kommt - "alle san Preissn" und damit beweist der Bayer wieder mal eindrucksvoll, wie liberal er doch ist.

Liberal sind wir zwei auch und freuen uns über jeden netten Besucher im Hippodrom. Den vier Kandidaten auf dem Foto hätten wir allerdings trotzdem lieber ein paar unserer alten Lederhosen geliehen...

14. Tag - 05.10.2012 Das Lebkuchenherz!

 Wie ihr wisst, ist das Wiesntagebuch nicht nur unser tägliches Nachrichtenmagazin, welches Euch stets das Neueste und Heisseste von der Wiesn mitteilt, sondern es hat auch einen Bildungsauftrag!
Und daher wollen wir Euch heute etwas über einen der Wiesnklassiker schlechthin berichten: Das Lebkuchenherz! 

 Wer meint, das Lebkuchenherz wäre eine Erfindung der Wiesn, irrt gewaltig. Erste schriftliche Zeugnisse von kleinen gewürzten Honigkuchen entstanden um 350 v. Chr., doch bereits die alten Ägypter haben honiggesüßte Kuchen gekannt, wie man aus Grabbeigaben weiß. Die Römer kannten den panus mellitus: Honig wurde auf einen Kuchen gestrichen, dann mit dem Kuchen mitgebacken. Anders als heute wurde der Lebkuchen nicht nur zur Weihnachtszeit oder Wiesnzeit verzehrt, sondern auch zu Ostern oder anderen Zeiten. Die Lebkuchen waren auch ein Bestandteil der Fastenküche und wurden z. B. zu starkem Bier serviert (was ja damit im Grunde schon ein Vorläufer der heutigen Wiesntradition war). 

Der Lebkuchen in der heute noch bekannten Form wurde ursprünglich im belgischen Dinant erfunden, dann von den Aachenern übernommen und abgewandelt (siehe Aachener Printen) und schließlich von den fränkischen Klöstern übernommen und nochmals leicht abgewandelt. Die Nonnen stellten das Gebäck als Nachtisch her. Als „Pfefferkuchen“ wird es bereits 1296 in Ulm erwähnt, und im 14. Jahrhundert ist der Lebkuchen in und um Nürnberg bekannt, wo er in Männerklöstern gebacken wurde. Der Nürnberger Lebkuchen hat seinen Ursprung im nahen Kloster in Heilsbronn. Lebkuchen war wegen seiner langen Haltbarkeit beliebt, denn er konnte gelagert werden und wurde in schlechten Zeiten von den Mönchen verteilt.

Ziemlich bekannt sind die mit Zuckerguss verzierten Lebkuchenherzen, die auf Volksfesten und Jahrmärkten, aber auch auf Weihnachtsmärkten an den Ständen der Bäcker angeboten werden.
Sehr zu empfehlen sind die Lebkuchenherzen an unserem Souvenierstand im Hippodrom. Wir planen übrigens nächstes Jahr auch ein Münchner Zwietracht-Lebkuchen, der dann wahlweise die Form einer Trommel oder eines Akkordeons hat!

Und hier zum selber machen die Zutaten für ein Lebkuchenherz:

  • 200g Butter
  • 550g Honig
  • 250g Zucker
  • 1p Lebkuchengewürz
  • 30g Kakaopulver
  • 1200g Mehl
  • 1p Backpulver
  • 2 Eier
  • 1 Prise Salz

Viel Spaß beim Backen! 

 

13. Tag - 04.10.2012 Playboy feiert 40. Geburtstag bei uns!

Das erste Cover des deutschen Playboys zeigte damals noch keine leicht bekleidete Frau, sondern Gaby Heier ganz brav im T-Shirt. Dem Erfolg tat das aber keinen Abbruch. Seit 40 Jahren ist das Männermagazin mit den heißen Bunnys extrem erfolgreich, ebenso wie sein Gründer Hugh Hefner. Generationen von Männern hat sein Heft beeinflusst, auch unsere Pubertät wurde massgeblich von derartiger Literatur geprägt und versüsst ;-)

Die Erstausgabe des deutschen Playboys erschien 1972. Das Männermagazin feiert in diesem Jahr nun seinen 40. Geburtstag - und da ging man natürlich zum Feiern ins beste Zelt der Wiesn: das Hippodrom!
Hugh Hefner selbst war leider nicht zugegen bei der großen Wiesn-Sause, wohl aber eine Reihe namhafter Heft-Anhänger wie z.B. Moderator Waldemar Hartmann, Dschingis Khan-Legende Leslie Mandoki, FOCUS-Chef Helmut Markwort oder auch Schauspieler Herbert Knaup.

Die Playboy-Jungs hatten jedenfalls ihren Spaß und tanzten zu unseren Wiesn-Hits fleissig mit und sangen was die Kehle hergab. So soll es sein, da hatten auch wir großen Spaß und wünschen den Jungs 40 weitere erfolgreiche Jahre mit vielen hübschen Playmates! Und wir gehen jetzt erst mal in den Zeitschriftenladen und holen uns die neueste Ausgabe :-)  

12. Tag - 03.10.2012 Das sensationelle Wiesnquiz!

Heute gibt's ein unfassbar tolles Wiesnquiz für Euch! Es winkt ein wirklich SENSATIONELLER Preis - allerdings ist dafür auch die Quizfrage dementsprechend schwer...tja Leute, ein bisserl müsst ihr schon schuften!

Aaalso: Auf dem Foto seht ihr unsere beiden Westen. Die Quizfrage lautet nun:

Wie viele Knöpfe machen wir beide während der gesamten Wiesn auf und zu?

Die Antworten bitte per mail bis 7.10. 22:30Uhr an gewinnspiel@muenchnerzwietracht.de

Und DAS gibt es zu gewinnen: Unsere brandneue Live-CD, handsigniert von allen Bandmitgliedern!

Viel Erfolg!!!

*Die Teilnahme kann erst ab 18Jahren erfolgen. Gewinnspiele können süchtig machen. Eine Barauszahlung oder die Vergabe von Goldbarren ist leider nicht möglich.

 

 

11. Tag - 02.10.2012 Besuch beim Schichtl!

Gestern sind wir zwei mal über die Wiesn gelaufen, um uns das ganze Spektakel mal selbst anzuschauen. Dabei durfte natürlich ein Besuch beim sagenumwobenen Magiker Schichtl ("Auf geht's beim Schichtl") nicht fehlen." 
Skeptisch waren wir, ob der ganze Klamauk mit dem Kopf runter hauen auch wirklich echt ist und wollten daher mal selbst den Test machen!
Wir legten uns also beide beim Schichtl auf den Tisch, lachten uns beide scheckig, als der gute alte Schichtl meinte: "Jungs, seid ihr Euch da sicher, dass ich Euch die Rübe runterhauen soll?' " "Jaja, mach ruhig, is doch eh alles nur Show", meinten wir frech und schon nahm der Mann seine Axt in die Hand und haute uns tatsächlich die Birnen weg!!!

Da waren wir schon erst mal baff - und, wie wir alsbald merkten, auch ohne Kopf!!! Den mussten wir dann plötzlich unter dem Arm tragen, was irgendwie doof aussieht und auch ziemlich umständlich ist (man denke nur ans Bier trinken, wo erstmal die ganze Sosse wieder unten rausläuft usw...).

Wir waren also sichtlich unzufrieden mit der Situation und Mark klagte ausserdem über Phantom-Kopfschmerzen, die aber schwer zu behandeln waren (da das Aspirin immer wieder unten rausfiel). Kurzerhand entschieden wir uns also, das Ganze wieder rückgängig zu machen, gingen mit dem Kassenzettel zum Schichtl hin, der uns dann unter lautem Lachen mit Schichtl-Wiesn-Spezial-Kleber die Köpfe wieder oben drauf klebte.

Und so liefen wir etwas kleinlaut heim ins Hippodrom, und fanden diese Aktion dann doch ein wenig kopflos. 

10. Tag - 01.10.2012 Audio Technica zu Besuch im Hippodrom!

Unsere Freunde von Audio Technica Deutschland waren gestern zu unserer großen Freude zu Besuch im Zelt. Niederlassungsleiter Jörg Rader kam mit seinen Mitarbeitern dafür extra aus Mainz angereist.
Audio Technica stattet als exklusiver Sponsor die Münchner Zwietracht mit ihren Mikrofonen und Drahtlos-Anlagen aus und wir sind stolz und sehr glücklich über diese Zusammenarbeit!
Glücklich war gestern auch Audio Technica, denn sie hatten sichtlich Spaß und liessen sich die Wiesn-Hendl und das frisch gezapfte Spaten-Bier schmecken. Mitarbeiterin Pamela kam dann auch noch als Dirigentin zu uns auf die Bühne und schwang begeistert den Taktstab zu unserem "Viva Bavaria"-Gassenhauer!
Und so hatten wir einen weiteren prima Abend auf dieser prima Wiesn und heben die Krüge und stossen mit einer frischen Mass auf Euch an! Viva Wiesn!!  

9. Tag - 30.10.2012 Anderl, der Hühnerbaron!

 

Sensationelle Neuigkeiten: Anderl wird neuer Hendl-Lieferant vom Hippodrom! Gestern hat er bereits mit der Aufzucht seiner eigenen Gockel begonnen – wie ihr sehen könnt mit großem Erfolg! Dafür hat er sich eigens hinter seinem Hotel in München während der Wiesn den Garten angemietet und einen Hühnerstall errichtet, ist zum Viktualienmarkt geradelt und hat sich drei Gockel beim Wienerwald gekauft – diesmal nicht gegrillt und mit einer Petersilie garniert, sondern jung und lebendig!Jeden Morgen geht Anderl bereits um 6Uhr in den Garten und kümmert sich rührend um seinen jungen Nachwuchs. Er trägt die Viecher durch den Garten und bringt ihnen schon mal den richtigen Gockelschrei bei: der heißt bei Anderl nämlich nicht „kickerikiii“, sondern „puhuuu“!

>>Hier Anderl’s Gockelschrei zum Anhören! (auch auf Anfrage als Klingelton erhältlich)

Die Gockel werden mit Anderl‘s Spezialfutter gefüttert. Dazu hat er jahrelang geforscht, um die beste Mischung herauszufinden (in dem  Futter befinden sich sogar Partikel vom Mars, deswegen auch die rot-braune Farbe der Tiere). Die Gockel sollen dadurch ganz besondere Fähigkeiten bekommen, Gerüchten zufolge sollen sie sogar später mal Akkordeon und Keyboard spielen können!


8. Tag - 29.09.2012 Boris ist zu Besuch!

 

Es gibt diese Art von Promis, die schon seit Jahren eigentlich beruflich nichts mehr beitragen zu ihrem Promi-Status, ausser permanent auf Partys, Events und in der Klatschpresse zu sein. Ein ganz besonderer Vertreter dieser Gattung ist unser Freund Boris Becker.

Einst als gefeierter Tennisprofi zu Weltruhm gekommen, hält er seinen A-Promi-Status mit der Produktion diverser Kinder und einer ausserordentlichen Frauenfluktuation weiterhin wacker aufrecht. Und so waren wir umso mehr erfreut, dass Boris uns einen Besuch im Hippodrom abstattete um mit seiner Gattin Nr...?...ach wer weiss das schon so genau...eine ordentliche Brotzeitplatte zu verputzen.
Boris gefiel's bestens, schon am frühen Abend stand er auf Bänken und Tischen, reckte seine Becker-Faust in die Luft und sang begeistert "Major Tom" oder andere unserer Wiesn-Kracher aus voller Kehle mit!
Da waren wir natürlich begeistert und fühlten uns geehrt, einen so party-erfahrenen A-Promi von Weltrang noch unterhalten zu können und wünschen uns Boris als zukünftigen Bayerischen Ministerpräsidenten, Bundeskanzler, Bundespräsident...oder, achwas: Pabst! ;-)))

 

7. Tag - 28.09.2012 Unser neuer Mann für den Sound - Tonmeister Jochen!

Seit Kurzem hat die Münchner Zwietracht einen neuen Tonmann, der die Band auf so gut wie allen Konzerten begleitet und für einen fetten bombastischen einzigartigen Oktoberfest-Sound sorgt!
Grund genug für uns zwei, mit dem guten Mann mal ein Gespräch zu führen: 

Anderl+Mark: Was hast Du gedacht hat, als Du erfahren hast, dass Du hier mit der Zwietracht auf der Wiesn bist?
Jochen: Es hat mich total gefreut und ist eine Ehre für mich. Bisher war ich hier nur einmal als Gast im Biergarten aber das ich jetzt hier den Ton mache ist wirklich der Hammer.
A+M: Was ist denn Dein Lieblingsessen hier auf der Wiesn?
J: Am liebsten die Ente - in die Ente bin ich verliebt. Die ist der absolute Renner!
A+M: Was findest Du besonders toll hier im Zelt?
J: Promis mal echt zu erleben! Wenn der Boris Becker auf den Bänken tanzt und die Klitschko-Brüder auf die Bühne kommen, um gemeinsam mit der Zwietracht "Kalinka" zu spielen und 4000 Menschen zujubeln kommts mir total unwirklich vor....und naja (*Jochen wird ein bisserl rot im Gesicht*) es ist schon schön, wenn man so ab und zu mal unerwartet ein Bussi von einem Mädel auf die Wange bekommt... (*grinst verschmitzt*)
A+M: Und was findest Du nicht so toll?:
J: Die Zeit bis es Abends wieder los geht ist sooooooo lang - das ist furchtbar!
A+M: Wie geht es dir jetzt, nach sieben Tagen Wiesn?
J: Ich muss sagen, hervorragend!!! Und Leute, es macht echt SAU-SPASS! ...und um 22:30Uhr freue ich mich wieder auf ein schönes Feierabendbier......ach Leute, es ist alles so unglaublich hier......(*schüttelt mit rollenden Augen den Kopf, wird wieder etwas rot im Gesicht, bekommt leicht feuchte Augen, muß schlucken vor Rührung und muss das Gespräch nun abbrechen, weil er vor lauter Emotionen nicht mehr sprechen kann*). 

6. Tag - 27.09.2012 Oh holde Wiesn!

Ach wie ist es doch wunderbar
auch in diesem Jahr
wieder auf der Wiesn zu sein.

Dein Antlitz betöret uns, Dein Bier macht uns euphorisch
und Deine saftigen Hendl machen uns den Mund wässrig.

Deine Gäste stets gut gelaunt und in Feierlaune
strömen in Scharen herbei, mit viel Durst im Gepäck
trinken sie das Bier gleich massweise weg.

In all Deinen Zelten ist es gesteckt voll
und nur wer einen Tisch hat findet das auch toll.
Die anderen müssen leider draußen warten
oder finden einen Platz im Biergarten.

Ja auch wir haben viel Spaß
und trinken jetzt erst mal eine frische Mass.
Freuen uns wie Kinder über sechzehn Tage Wiesn
und werden jeden einzelnen dieser wunderbaren Tage genießen!

5. Tag - 26.09.2012 Die Jagdtrophäe an Wolfi’s Waden

Viele kennen sie, seit Jahren sind sie mit ein Markenzeichen der Münchner Zwietracht: Wolfi’s Leoparden-Loferl (Loferl = Wadenschoner, meist zur kurzen Lederhose getragen)!
Was wäre der Wolfi ohne diese Wadenwickel? Wir wissen es auch nicht, wollen Euch aber (endlich!) mal darüber aufklären, woher dieses exotische Exemplar bayerischen Beinschmucks stammt!

Die Loferl sind aus kongolesischem Leoparden-Fell gemacht. Das Fell hält allerdings nur maximal 12 Monate, danach zerfällt es zu Staub (sogenannter „Fell-Fraß“, auch „frasus congolesius genannt).
Aus diesem Grund gehen wir beide jedes Jahr auf Tier-Safari nach Kongo und fahren mit unserem Band-Jeep ins Ruwenzori-Gebirge, denn nur dort gibt es das seltene Leoparden-Fell, das von der Größe her um Wolfi’s Waden passt.
Der Leopard muss mit ganz bestimmter Munition geschossen werden und zwar mit Zinn-Kugeln, die auch in den Deckeln von Bierkrügen zum Einsatz kommen und 1a-handverlesen sind.
Wenn der Leopard erlegt ist, ziehen wir gleich vor Ort das Fell ab. Dies geschieht mit den sensationell scharfen Messern, mit denen auch die Tische im Hippodrom eingedeckt werden.
Schnell geht’s dann wieder heim mit unserem Safari-Jeep, denn die Loferl müssen ja bis Mitte September fertig sein. Eine Schneiderin aus dem Kongo, die auch schon für Siegfried & Roy tätig war, schneidert nun in liebevoller Handarbeit die einzigartigen Wadenschoner  – und siehe da, pünktlich zum Wiesnstart sind sie dann wieder fertig: Wolfi’s Leoparden-Loferl!
Die Loferl sind übrigens auch käuflich erhältlich. Anfragen und Gebote bitte an wolfgang@muenchnerzwietracht.de

4. Tag - 25.09.2012 Anderl und sein Kumpel - "Wieserl, der Marder"!

Sie sind wirklich ein Herz und eine Seele. Weil Anderl sich während der Wiesn oft ein bisserl alleine fühlt, hat er sich einen kleinen Kumpel angeschafft: Wieserl, der Marder! Die beiden sind seither unzertrennlich geworden und sind schon mehrfach gemeinsam auf der Wiesn im Zelt gesehen worden. Oft flanieren die beiden auch durch die Straßen, kaufen sich ein Eis oder einen leckeren Steckerlfisch.
Wieserl stammt aus einer australischen adeligen Marderfamilie, die auch über Umwegen mit dem britischen Königshaus verwandt ist.
Doch damit nicht genug. Wieserl ist abends im Zelt auch für Anderl’s Personenschutz zuständig, hält dem gestressten Musiker den Rücken frei und stellt ihm stets eine frische Maß Bier an sein Keyboard.
Selbst bei der kleinsten Bedrohung macht Wieserl sein Männchen und faucht um sich, um sein Herrchen zu beschützen.
Wer Anderl trotzdem mal während der Wiesn einen Besuch abstatten will, sollte vorher am besten per mail eine Anfrage an den Marder richten. Die Adresse lautet: wieserl-personenschutz@muenchnerzwietracht.de

3. Tag - 24.09.2012 Tony irrt über die Wiesn!

Ja was war denn da los gestern? Anlässlich der SIXT-Wiesn im Hippodrom war für einen Kurzauftritt die Schlager-Koryphäe Tony Christie („Is this the way to Amarillo“) engagiert.
Wie es für die großen Stars nun mal üblich ist, werden sie „eingeflogen“. Der gute Tony nahm sich, angekommen am Münchner Flughafen , dann ein Taxi. Leider hatte der gute Mann aus England ziemliches Pech und sein Taxifahrer offenbarte ihm im Laufe der Fahrt Richtung Theresienwiese, dass er keinerlei Ahnung hätte, wo das Hippodrom-Zelt denn sei… Tony wusste das natürlich auch nicht und so setzte ihn der Taxifahrer mal einfach an der Bavaria ab…
Da stand er nun, der kleine Tony Christie, Weltstar der 70er, war in einem fernen Land auf dem größten Volksfest der Welt und wusste nicht wo er hin musste...

Aber Tony ist ja ein schlaues Kerlchen, erinnerte sich an seinen größten Hit, ging zum nächsten Polizisten und fragte „Is this the way to Hippodrom?“. Der Polizist deutete ihm daraufhin den Weg. Und so begann ein lustiger Irrweg über die gesamte Wiesn…

Zuerst ging‘s vorbei am Schützen-Festzelt, beim Winzerer-Fähndl machte er eine Abkürzung und ging einfach mitten durchs Zelt. Beim Schottenhammel-Zelt war gerade die Straße gesperrt und so schnappte sich Amarillo-Tony einfach eine große Leiter und kletterte übers Zelt-Dach. Weiter ging’s über die Wirtsbudenstraße, wo Tony zu einem kleinen Dauerlauf ansetzte, dabei aber immer über kleine Japaner springen musste, die ihm kichernd den Weg versperrten. Tony war fertig, brauchte ein kleines Päuschen und gönnte sich im Hofbräu-Festzelt erst mal eine Maß Bier. Weiter ging‘s leicht berauscht am Armbrustschützenzelt vorbei, wo er am Straßenverkauf noch eine große Brezn sowie einen Hut mit Gamsbart mitnahm, um dann schließlich nach ca. 1,5h bei uns im Hippodrom zu landen…
Regine Sixt und ihre geladenen Gäste warteten derweil schon sehnsüchtig auf den verloren gegangenen Frauenschwarm der 70er-Jahre und sogleich ging‘s dann auch los, Tony enterte die Bühne und fragte das Zelt „Is this the way to Amarillo“? Zumindest wir, Anderl und Mark wussten es nicht, dafür wissen wir aber, wie man zum Hippodrom kommt…was während der Wiesn ein großer Vorteil ist… 

2. Tag - 23.09.2012 Die Brezel 

Brezel, Bretzel, Brezl auch Breze, in Bayern/ Österreich Brezn, wienerisch auch Brezerl, im Schwäbischen auch Bretzet oder Bretzg, im Badisch-Alemannischen oft Bretschl genannt, ist eine vor allem in Süddeutschland verbreitete Gebäckform, bei der das herausstechende Merkmal der in sich symmetrisch-verschlungene Teigstrang ist.

Die Brezel ist seit Beginn des 14. Jh. bis heute das Zunftzeichen der Bäcker.
Von der Brezel gibt es verschiedene Varianten:
a) süße Varianten
Schwäbische Palmbrezel, Blätterteig-Nussbrezel, Russenbrezel, Pfannkuchenbrezel

b) salzige Varianten
Schwäbische Laugenbrezel, Münchner Brezn, Biberacher Fastenbrezeln

Besonders zur Wiesnzeit begegnen einem auch wesentlich größere Wiesnbrezn. Diese Brezel ist im Stil der Münchner Brezn, die im Vergleich zu ihren Schwäbisch-Allemannischen Nachbarn eine etwas hellere Kruste und eine schon eher in Richtung frischem Weißbrot oder Semmeln gehende Konsistenz aufweisen.

Schaut also mal bei uns im Hippodrom vorbei und bestellt Euch eine Brezn, damit ihr selber merkt, wie dick und rund ihr innerhalb kürzester Zeit werden könnt – noch eine Maß dazu und die tausend Weigth Watchers Punkte sind erreicht! Puhuuu und juhuuu rufen Euch Anderl und Mark

1. Tag - 22.09.2012 Sepp eröffnet die Wiesn!

Es ist wieder Wiesn, juhuuu!!! Pünktlich um 12Uhr marschierte unser Festwirt Sepp Krätz zum „Bayerischen Defiliermarsch“ ins Zelt ein. Sepp ließ es sich nicht nehmen, hoch zu uns auf die Bühne zu kommen um von dort aus allen Besuchern und Mitarbeitern des Zeltes eine schöne und friedliche Wiesn zu wünschen und uns Zwietrachtlern fleißig die Hände zu schütteln!
Eine schöne Wiesn wünschen wir ebenfalls und freuen uns auf sechzehn Tage Oktoberfest im schönsten Zelt der Welt!
Freut Euch auch wieder auf sechzehn Tage heiße und brandaktuelle news von uns beiden und den Erlebnissen der Zwietracht auf der Wiesn und im Hippodrom! Es erwarten Euch wieder jede Menge Überraschungen und hochkarätige Berichte auf allerhöchstem journalistischen Niveau!

Anderl’s und Mark’s Wiesntagebuch – Das Original! Schaut täglich rein und seid besser informiert als der Rest der Welt!!! J